Bekämpfung von Schimmel

age-1238284_640Wärmedämmung mag man noch als Komfortausstattung ansehen, bei einem Schimmelbefall jedoch besteht sofortiger Handlungsbedarf. Schimmel ist nicht nur hässlich und unangenehm anzusehen, er ist auch gesundheitsschädlich und kann zu ernsten Beschwerden (Heuschnupfen, Bronchitis usw.) führen.

Ist das Haus oder die Wohnung längere Zeit mit Schimmel befallen, kann es sogar zu chronischen Atembeschwerden oder Krebs führen. Das sollten Gründe genug sein, sich dieses Übels zu entledigen. Der Kampf gegen die Schimmelpilze umfasst immer zwei Aspekte: Der aktuelle Befall muss gründlich beseitigt werden, einer erneuten Besiedlung muss man entgegenwirken.
Um das erfolgreich zu erledigen, hilft es, die Verbreitung und die Lebensgewohnheiten der Schimmelpilze näher zu begutachten. Die Sporen vom Schimmel sind allgegenwärtig und befinden sich immer in der Luft, allerdings in überschaubarer, meist nicht gefährlicher Zahl.

Verbreitung von Schimmel

Damit sich der Schimmel vermehren kann, benötigt er zwei Dinge, ein wenig organisches Material als Nahrung und vor allem Wasser. In trockener Umgebung wächst sowieso kein Schimmel.
Trotzdem sollte man vorhandenen Schimmel beseitigen, denn es genügt schon geringe Feuchtigkeit, um vorhandene Pilze zu neuem Wachstum anzuregen. Für die Entfernung von Schimmel werden im Fachhandel zahlreiche Mittel angeboten. Etliche davon enthalten Chlor, es gibt aber auch chlorfreie Wirkstoffe. Wenn man bedenkt, dass Chlor ebenfalls zu gesundheitlichen Beschwerden führen kann, ist es vorteilhaft chlorfreie Mittel gegen Schimmelpilze zu verwenden. Auch Haushaltsmittel wie Alkohol oder Essig können erfolgreich gegen Schimmel eingesetzt werden.

Wenn man vom Schimmel befallene Tapeten oder Mauerwerk entsorgen möchte, sollte man auf alle Fälle einen Atemschutz tragen, da bei der Arbeit Sporen gelöst werden. Auch nicht verkehrt ist das Tragen einer Schutzbrille. Verputzte Wände können problemlos von Schimmel befreit werden. Befallene Tapeten müssen ebenfalls entfernt werden, Silikonfugen kratzt man frei und verfugt sie neu.

Besser vorbeugen

Die beste Vorbeugung besteht darin, dem Schimmel die Existenzgrundlage zu entziehen. Das gilt vor allem für Feuchtigkeit, besonders wichtig wird dies in gut gedämmten Häusern, in denen ein natürlicher Luftaustausch extrem begrenzt ist. Wichtig ist vor allem regelmäßiges Lüften, das sorgt für positive Effekte bezüglich Raumklima. Ebenfalls empfehlenswert, große Schränke oder Regale nicht zu dicht vor Außenwände zu stellen. In Räumen wo dauernde Feuchtigkeit herrscht, etwa in Küche oder Bad, sollte man versuchen, dem Schimmel die nötigten Grundlagen zu entziehen. Dazu zählen organische Stoffe wie Papiertapeten und Holz. Vorteilhaft ist es in solchen Räumen Kalkputz zu verwenden, er bietet den Pilzen keinerlei Nährstoffe. Zudem ist Kalkputz für eine gewisse Zeit stark alkalisch, auf solchen Hintergründen können keine Pilze wachsen.